Eine Luftaufnahme einer Stadt, die entlang eines Gewässers liegt. Im Vordergrund sind mehrere Bootsanlegestellen und kleine Boote zu sehen. Im Hintergrund erheben sich mehrstöckige Gebäude und Bäume, die zusammen eine städtische Landschaft bilden.

Unser Haus und seine Geschichte

Die Geschichte der Mauern hinter denen sich unser Hotel befindet, ist mindestens genauso vielfältig wie die Menschen, die seit jeher hier ein- und ausgingen. Gehen Sie mit uns auf Zeitreise durch das AMERON Zürich Bellerive au Lac.

Raphael Pedroncelli, General Manager, sagt: „Das Bellerive au Lac ist für mich mehr als ein Hotel – es ist ein Ort mit einer Seele. Die elegante Geschichte, die 1928 begann und sogar Schweizer Fernsehgeschichte schrieb, ist in jedem Winkel spürbar. Sie inspiriert uns täglich, diesen einzigartigen Charakter mit moderner Lebendigkeit und herzlicher Gastfreundschaft zu verbinden. Unsere Vision ist es, diesen historischen Charme für unsere Gäste erlebbar zu machen und ein Gefühl zu schaffen, das bleibt: das Gefühl, an einem ganz besonderen Ort zu Hause bei Freunden zu sein.“

Die Anfänge und der Bau (1865 - 1928)

Die planerischen Wurzeln des Standorts reichen bis in das Jahr 1865 zurück, als erste Entwürfe für die Überbauung des Zürcher Seeufers entstanden. Erst in den Goldenen Zwanzigern nahm das heutige Gebäude jedoch Gestalt an. Es wurde 1928 von den Architekten Anton Fritz Scotoni und Karl Rudolf Völlmy als hochmodernes, multifunktionales Apartmenthaus im Stil der Neuen Sachlichkeit mit Art-déco-Elementen errichtet. Ursprünglich war es als Wohnhaus für eine begüterte Klientel konzipiert: Die luxuriösen Apartments verfügten über keine eigenen Küchen, da die Bewohner den Service und die Verpflegung des integrierten Restaurants nutzten.

Sportliche Pioniere und die Wandlung zum Hotel (1928 - 1932)

Eine Besonderheit der Anfangsjahre waren die Indoor-Tennisplätze – die ersten ihrer Art in Europa. Da das Konzept der Apartment-Residenz jedoch nicht den gewünschten kommerziellen Erfolg brachte, wurde der Komplex bereits 1932 teilweise umgebaut und als eines der damals grössten Hotels der Stadt Zürich unter dem Namen Bellerive au Lac neu eröffnet.

Das legendäre Studio Bellerive (1941 - 1970er)

In den 1940er-Jahren begann eine Ära, die das Gebäude weit über die Hotellerie hinaus bekannt machte. In den ehemaligen Tennishallen wurde 1941 das Filmstudio Bellerive eingerichtet. Ab 1953 diente es dem Schweizer Fernsehen (SRF) als erstes offizielles Fernsehstudio. Hier wurde Fernsehgeschichte geschrieben:

  • 1963: Aufzeichnung der berühmten deutschen Version von "Dinner for One" mit Freddie Frinton und May Warden.
  • 1965: Erste Versuche mit TV-Farbbildern in der Schweiz.
  • 1969: Live-Übertragung der ersten Mondlandung aus diesen Studios.
  • 1972 übernahm Condor Films das Studio, welches sich noch heute im Seitenflügel an der Kreuzstrasse befindet.

Zwischen Tradition und Modernisierung (1970er-Jahre - 2019)

Über Jahrzehnte blieb das Haus eine feste Grösse in der Zürcher Luxushotellerie. Während dieser Zeit wurde das Gebäude mehrmals behutsam modernisiert, wobei markante Elemente der Architektur und die geschützten Bereiche des ehemaligen Filmstudios erhalten blieben.

Neugeburt als AMERON Zürich Bellerive au Lac (2020 - heute)

Nachdem die Althoff-Hotels den Betrieb übernahmen, wurde das Haus von Januar 2020 bis Anfang 2021 für rund anderthalb Jahre umfassend renoviert. Unter der Leitung der Architekten von Monoplan wurde das Interieur als moderne Interpretation des Art-déco-Stils neu gestaltet. Im Mai 2021 erfolgte die Wiedereröffnung als 4 Sterne Superior Hotel der AMERON Collection.

Das heutige Restaurant "Studio Bellerive" verkörpert eine eindrucksvolle Symbiose aus Brasserie und Bar und wurde 2025 erstmals mit 13 Gault Millau Punkten ausgezeichnet. Hier trifft Art-déco-Design auf mediterranes Lebensgefühl und prägt den Charakter unserer Destination als modernes Lifestyle-Hotel mit historischem Bewusstsein.

Die denkmalgeschützte "Freddie Frinton Private Bar" in der ersten Etage erinnert direkt an die cineastische Vergangenheit des Standorts und würdigt die kulturelle Bedeutung, die dieses Haus für die Schweizer Mediengeschichte hatte.