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Eine schwarz-weiße Fotografie zeigt eine architektonische Stadtansicht mit historischer Backsteinarchitektur links und modernen Glasgebäuden rechts, die sich entlang eines Kanals erstrecken. Eine Brücke verbindet die beiden Ufer, und das Wasser reflektiert die Gebäude.

Historie der Speicherstadt und unseres Hotels

Die Speicherstadt ist mehr als nur ein historisches Viertel – sie ist das Herz von Hamburgs Handelstradition. Erbaut von 1885 bis 1927 als zentrales Lagerhausviertel des Hamburger Hafens, beherbergte sie hochwertige Importgüter wie Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze, Kautschuk und Tabak. Hinter den neogotischen Backsteinfassaden spielte sich eine der größten Handelsgeschichten Europas ab – eine Geschichte, die bis heute in den Kanälen und Gassen lebendig ist.

Die Blütezeit des Hamburger Handels

Die Speicherstadt war nicht nur ein Lagerhausviertel, sondern auch ein bedeutendes Handelszentrum. In Block O konzentrierte sich der Hamburger Kaffeehandel, und 1887 wurde hier die weltweit dritte Warenterminbörse für Rohkaffee gegründet – nach New York und Le Havre. Bis zum Ersten Weltkrieg zählte Hamburg zu den internationalen führenden Kaffeehandelsplätzen der Welt.

Sogenannte Quartiersleute lagerten, bemusterten und veredelten die wertvollen Importgüter. Die Speicherstadt war das Tor zur Welt – ein Ort, an dem Kontinente sich trafen und Handel Geschichte schrieb.

Ein Mann steht vor einem großen Gebäude, während ein schwerer Sack an einem Seil von einer Plattform herabgelassen wird. Der Sack hängt in der Luft, und das Mauerwerk des Gebäudes ist im Hintergrund sichtbar.

Kaffeehandel

Hamburg war einer der größten Kaffeehandelsorte der Welt. Die Kaffeebörse in Block O war das Zentrum dieses florierenden Geschäfts.

Lagerraum mit Stapeln von Jutesäcken. Zwei Arbeiter sind zu sehen: einer zählt die Säcke, während der andere einen Wagen mit einem Sack mit der Aufschrift

Importgüter

Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze, Kautschuk und Tabak – die wertvollsten Waren der Welt wurden hier gelagert und gehandelt.

Schwarz-weiß-Foto eines Gebäudes entlang eines Kanals. Die rechte Gebäudeseite zeigt hohe, rechteckige Fenster und eine Brücke, die über das Wasser führt. Das Wasser reflektiert die Gebäudestruktur und das Licht.

Architektur

Neogotische Backsteinfassaden, geschwungene Eisenbrücken und verwinkelte Kanäle – ein einzigartiges Ensemble von Schönheit und Funktionalität.

1885 - 1888

Der erste Bauabschnitt

Die Blöcke A bis O werden als Vorleistung für die Eingliederung Hamburgs in das deutsche Zollgebiet errichtet. Block O ist von Anfang an für die Kaffeehandelsfirmen reserviert.

1887

Gründung der Kaffeebörse

Um Hamburgs Anteil am Welthandel mit Kaffee zu sichern, wird die Hamburger Kaffeebörse in Block O gegründet – die dritte Warenterminbörse weltweit.

1914 - 1925

Erster Weltkrieg und Wiederaufbau

Der Terminhandel ruht während des Ersten Weltkriegs. 1925 wird der Börsenhandel wieder aufgenommen und die Speicherstadt erlebt eine neue Blütezeit.

1927

Vollendung der Speicherstadt

Mit der östlichen Hälfte von Block W wird der Bau der Speicherstadt abgeschlossen. Sie erstreckt sich nun über die Blöcke A bis X.

1931

Weltwirtschaftskrise

Die Einführung der Devisenwirtschaft beeinträchtigt den Kaffeehandel stark. Der Terminhandel an der Börse kommt zum Erliegen.

1943 - 1944

Zerstörung im Zweiten Weltkrieg

Große Teile der Speicherstadt werden durch Bombenangriffe zerstört, darunter auch Block O. Ein dunkles Kapitel in der Geschichte.

1950

Neueröffnung der Kaffeebörse

Die zerstörte Börse wird im Speicherblock H wiedereröffnet. Der Terminmarkt ruht bis zur ersten Notierung 1956.

1955 - 1959

Wiederaufbau von Block O

Architekt Werner Kallmorgen errichtet den neuen Block O mit Kontoren der Kaffeehändler und die neue Kaffeebörse auf den alten Fundamenten.

1960er-Jahre

Wandel des Handels

Die neue Kaffeebörse kann sich am Markt nicht durchsetzen. Viele Hamburger Kaffeehändler bevorzugen die New Yorker Börse. Das Weltkaffeeabkommen von 1963 verändert den Markt grundlegend.

2012

Beginn der Hotelumwandlung

Die Bauarbeiten im Kontorhaus der Kaffeehändler und der Kaffeebörse beginnen. Geplant: 192 Zimmer, Restaurant, Bar, Spa und die historische Kaffeebörse als Veranstaltungslocation.

September 2014

Eröffnung des AMERON Hotels

Das AMERON Hotel Speicherstadt Hamburg eröffnet – das erste und einzige Hotel der Speicherstadt. Wo einst Kaffee gelagert wurde, erleben Gäste nun eine Melange aus Geschichte und Gegenwart.

Juli 2015

UNESCO-Weltkulturerbe

Die Speicherstadt wird zur 40. Welterbestätte in Deutschland ernannt. Seit dem 5. Juli 2015 steht sie auf der Welterbeliste der UNESCO – ein Zeichen ihrer weltweiten Bedeutung.