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Ein mehrstöckiges Gebäude mit mehreren Balkonen und verglasten Türen, umgeben von Bäumen. Im Vordergrund ist eine Wiese zu sehen. Das Bild ist in Schwarz-Weiß gehalten.

Wo Geschichte auf Gastfreundschaft trifft

Auf dem Areal Symondpark begann vor über 125 Jahren eine aussergewöhnliche Geschichte – eine Geschichte von Heilung, Hoffnung und dem einzigartigen Klima der Davoser Höhenluft. Wo einst Generationen von Patienten Erholung suchten, lädt heute das AMERON Davos Swiss Mountain Resort zum Verweilen ein.

Bereits 1897 öffnete das erste „Holländische Sanatorium" seine Türen – zunächst mit bescheidenen 30 Betten in einer gemieteten Villa. 1901 erwarb man die von General R. M. Haig erbaute Villa „Rossweide" und schuf das „Niederländische Sanatorium Davos" mit 48 Betten, ausschliesslich zur Behandlung von Tuberkulose-Patienten. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Einrichtung auf 400 Patienten und 150 Angestellte an und wurde damit zum grössten Kurbetrieb ganz Graubündens.

Mit dem medizinischen Fortschritt wandelte sich auch das Haus: Anfang der 1950er-Jahre ging die Zahl der Tuberkulose-Patienten dank wirksamer Medikamente deutlich zurück. Das Sanatorium stellte seinen Schwerpunkt auf Asthma und Atemwegserkrankungen um und trug fortan den Namen «Niederländisches Asthmazentrum Davos» (NAD). 2004 verlegte das NAD seinen Betrieb in die Hochgebirgsklinik Davos – die historischen Gebäude blieben zunächst als «Holland House» in Nutzung, bevor sie 2013 abgebrochen wurden.

2015 entstand auf diesem geschichtsträchtigen Boden etwas Neues: das AMERON Davos Swiss Mountain Resort. Modern, herzlich und fest verwurzelt in der Davoser Tradition – ein Ort, der die Vergangenheit ehrt und zugleich in die Zukunft blickt.

Davos und seine Geschichte

Davos war schon immer mehr als ein Ort. Er ist eine Bühne, auf der sich Geschichte entfaltet: von den ersten Siedlern über mutige Walser, internationale Wissenschaftler bis hin zu Staatsmännern der ganzen Welt. Wer heute durch die Strassen des Hochgebirgsortes spaziert, wandelt auf den Spuren von Jahrhunderten.

Vor den Walsern – die Anfänge

Schon in der Bronzezeit führten Wege durch das Davoser Tal. Archäologische Funde deuten auf frühen Passverkehr hin, auch wenn eine dauerhafte Siedlung nie nachgewiesen wurde. Vor den Walsern lebten hier romanischsprachige Menschen – ihre Spuren finden sich bis heute in den Ortsnamen: Clavadel, abgeleitet vom rätoromanischen clavau" für Heustadel, oder Dischma, das auf das lateinische decima" – den Zehnten – zurückgeht. Einer Urkunde aus dem Jahr 1213 zufolge wurde das Gebiet, das damals dem Churer Domkapitel gehörte, von Obervaz, Lenz, Brienz und Alvaneu aus besiedelt.

1289 – Die Walser kommen

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts begann die eigentliche Erschliessung des Davoser Berggebietes: Deutschsprachige Walser zogen unter den Freiherren von Vaz ins Tal. Ihre Beweggründe waren vielfältig – politischer Machtgewinn gegenüber dem Bischof von Chur, wirtschaftlicher Nutzen des Berggebietes und die militärische Unterstützung durch die Walser selbst. Am 31. August 1289 erhielten die Davoser in einem Lehensbrief weitreichende Rechte zugesichert: Selbstverwaltung, freie Landammannwahl, niedere Gerichtsbarkeit, Freizügigkeit und Erbrecht. Eines der bemerkenswertesten Privilegien war das Recht, ihren Lebensraum über Davos hinaus auszudehnen – so entstand unter anderem Arosa, das bis 1851 als Fraktion zu Davos gehörte.

1853 – Davos entwickelt sich als Kurort

Die Geschichte von Davos als Kurort ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Alexander Spengler. Als politischer Flüchtling aus Deutschland kam er 1853 in das damals 1700 Einwohner zählende Bergbauerndorf. Was ihn hielt, war die Erkenntnis, dass die Davoser Höhenluft heilende Wirkung hatte – vor allem für Tuberkulosekranke. Gemeinsam mit dem Holländer Willem Jan Holsboer gründete er 1868 die Kuranstalt Spengler-Holsboer. Holsboer trieb auch den Bau der Eisenbahnlinie von Landquart nach Davos voran, die 1890 eröffnet wurde. Was folgte, war ein Boom: Hotels, Pensionen, Sanatorien und Villen entstanden. Von den zahlreichen Höhenkliniken jener Zeit sind heute noch zwei in Betrieb – nicht mehr als Tuberkuloseheilstätten, sondern als Rehakliniken und Zentren für allergische und infektiöse Erkrankungen.

Geburtsstunde des Zauberbergs

Es war ein persönlicher Schicksalsmoment, der Weltliteratur entstehen liess: 1912 reiste Thomas Mann nach Davos, um seine Frau Katia zu begleiten, die im Waldsanatorium – dem heutigen Waldhotel – ihre Tuberkulose kurierte. Was er dort erlebte, liess ihn nicht mehr los. Auf der Schatzalp und in den Gängen des Sanatoriums beobachtete er den Kurbetrieb aus nächster Nähe – die Rituale, die Menschen, die eigentümliche Welt zwischen Heilung und Stillstand, zwischen Alltag und Ewigkeit.

Zwölf Jahre später, 1924, erschien „Der Zauberberg". Das Werk des späteren Nobelpreisträgers gilt heute als eines der bedeutendsten Romane des 20. Jahrhunderts – zunächst nicht ohne Widerspruch, doch mit einer Wirkung, die bis heute anhält. Der Roman hat Davos weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus bekannt gemacht und dem Ort eine literarische Dimension verliehen, die einzigartig ist: Davos ist nicht nur Kurort und Sportdestination – es ist auch ein Ort, der Weltliteratur inspiriert hat.

Davos als Sportort

Mit den Kurgästen kam der Sport nach Davos – und er blieb. Das erste Schlittelrennen wurde 1883 ausgetragen. Von der Schatzalp aus starteten Schlitten- und Bobrennen auf eigens angelegten Bahnen. Als Arthur Conan Doyle 1889 in einem Essay das Skilaufen in Davos beschrieb – er war als Begleiter seiner lungenkranken Frau angereist –, weckte er damit eine Begeisterung, die bis heute anhält und Davos zu einem der beliebtesten Ziele für britische Reisende machte. Auch der Davoser Schlitten, heute weltbekannt, stammt aus jener Zeit.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Sportinfrastruktur weiter: 1932 wurde die Parsennbahn eröffnet, 1934 der Bolgenlift als erster Bügelskilift der Welt, 1954 die Luftseilbahn Davos–Ischalp, 1967 die Luftseilbahn Pischa und schliesslich die Bergbahnen Rinerhorn. Den Eislauf, der einst auf dem Davosersee gepflegt wurde, institutionalisierte Dr. Paul Müller 1921 mit der Gründung des Hockey Club Davos. Der Höhepunkt des Jahres ist seither die Austragung des internationalen Eishockeyturniers – der legendäre Spengler Cup.

Davos als Wissenschaftszentrum

Aus dem Sanatoriumsbetrieb erwuchs eine lebendige Forschungskultur – zunächst medizinisch und naturwissenschaftlich, später auch sportwissenschaftlich. Heute beherbergt Davos eine beeindruckende Dichte an renommierten Forschungsinstituten. Unter anderen:

  • 1942 – Gründung des Eidgenössischen Instituts für Schnee- und Lawinenforschung
  • 1959 – Gründung des AO Research Institute Davos
  • 2022 – Gründung von Lab42, einem globalen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz
  • 2024 – Gründung einer Forschungseinrichtung zur translationalen Medizin an Grenzflächen

Davos als Kongressort

Internationalität war in Davos schon immer zu Hause. In den Jahren 1928 bis 1931 fanden hier die Davoser Hochschulkurse statt – Wissenschaftler aus der ganzen Welt reisten an, Albert Einstein hielt 1928 die Eröffnungsrede. Mit dem Bau des Kongresszentrums 1969 und seiner schrittweisen Erneuerung wurde Davos zu einem Ort für Tagungen und Kongresse auf internationalem Spitzenniveau. 1971 folgte die Gründung des European Management Forum – heute bekannt als das World Economic Forum (WEF), das seit 1987 unter diesem Namen alljährlich die Welt nach Davos bringt.